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Freie Kapazitäten für betroffene Flutopfer

Ganzheitliche Behandlungsform im Sigma-Zentrum

Die Flutkatastrophe dieses Sommers hat viele Todesopfer gefordert, Menschen werden vermisst, Ortschaften sind verwüstet. Da Betroffene neben praktischer Hilfe auch Unterstützung benötigen, um die traumatischen Erlebnisse verarbeiten zu können, kann das Sigma-Zentrum Bad Säckingen als eine seit über 20 Jahren etablierte private Fachklinik freie Kapazitäten vorhalten, die privatversicherten Patienten eine jederzeitige Aufnahme ermöglichen. Weiterführende Informationen unter www.sigma-zentrum.de (Kontakt: Telefon: 07761 5566-0,  info@sigma-zentrum.de).

Typische Symptome von traumatisierten (Flut)-opfern sind Schlafprobleme, innere Unruhe, zunehmende Gereiztheit, Antriebslosigkeit, anhaltend depressive Verstimmung, Vermeidung von sozialen Kontakten oder das Gefühl der völligen Überforderung. Dies erfordert teils akutstationäre Intervention, die auch noch Wochen nach dem Ereignis erforderlich werden kann. Hierfür steht das Sigma-Zentrum bereit. Es ist wichtig, dass psychisch schwer belastete Betroffene aber auch deren Helfer und professionelle Helfer, die selbst traumatisiert sein können wissen: es gibt Hilfsmöglichkeiten vor Ort und auch entlegene spezialisierte Einrichtungen in anderen Bundesländern, so wie das Sigma-Zentrum in Südbaden.

Viele Menschen sammeln im Verlauf ihres Lebens die Erinnerung an belastende Erlebnisse, Verletzungen und Stresserfahrungen. In der Regel wehrt sich der Körper stetig und erfolgreich gegen diese seelischen Umweltereignisse. „Dennoch werden teils die natürlichen Anpassungs- und Bewältigungsstrategien überfordert und psychische Störungen ausgelöst“, so Professor Dr. Christoph Bielitz. Die „Posttraumatische Belastungsstörung" (PTBS) ist gekennzeichnet durch andauernde oder wiederkehrende seelische Verunsicherung, eine Vielzahl psychischer Symptome – oft über Jahre und Jahrzehnte – und kann auch auf Dauer stressbedingte körperliche Störungen nach sich ziehen.

Wesentlich für die Behandlung traumatischer Erfahrungen ist, dass Betroffene Möglichkeiten finden, das Erlebte psychisch zu verarbeiten, wofür sie zunächst stabilisiert werden müssen. Das traumatisierende Erlebnis kann teils nicht in die Erfahrungswelt integriert werden, es wird nicht verarbeitet, sondern bleibt weiter in der Psyche präsent. Mitunter gerät es irgendwann aus dem Blick und ins Unterbewusste. Von dort kann es dann durch unterschiedlichste Auslöser (Trigger) plötzlich und unerwartet wieder aktiviert werden: aus einem alten unverarbeiteten Stresserlebnis entsteht ein Krankheitserleben. Dies kann alle Sinnesorgane (Augen, Ohren, Nase, Haut) betreffen: die Bilder der früheren Ereignisse tauchen unvermittelt auf und/oder die damit einhergehenden Gefühle und/oder Körperreaktionen stellen sich ein. Die Person wird davon überfallen, da dies unwillkürlich passiert und sie keinen Einfluss darauf hat. Das Gefühl, als ob alles „jetzt“ (wieder) passiert manifestiert sich mit zeitlichem Verzug. Die Posttraumatische Belastungsstörung ist die Folge, sie ist aber gut behandelbar.

Mehrstufige multimodale Behandlung
Bei der Behandlung von Traumafolgestörungen geht es darum, dass die betroffene Person darin unterstützt wird, das traumatische Geschehen zu bearbeiten, damit es integriert werden kann und somit zur weniger belastenden Erinnerung wird. Bei weit zurückliegenden oder tief verdrängten Verläufen hat sich ein mehrstufiges Behandlungskonzept bewährt, bestehend aus intensiver Einzeltherapie (mehrmals pro Woche), Körperpsychotherapie, speziell für traumatisierte Menschen konzipierten Stabilisierungsgruppen, Gestaltungstherapie, Musiktherapie, Tanz- und Bewegungstherapie und verschiedenen Entspannungsverfahren. Zu den Schwerpunkten der speziell konzipierten Stabilisierungsgruppe gehört zunächst, dass die posttraumatischen Stresssymptome als normale Reaktionen auf ein abnormales Erlebnis verstanden werden und dann Fähigkeiten zur Ressourcenaktivierung, Bewältigungsstrategien und zum Umgang mit inneren Anspannungen entwickelt werden. Dem ganzheitlichen Ansatz des Sigma-Konzepts folgend verfügt die Klinik über Fachärzte mit unterschiedlichen Fachrichtungen sowie eine hervorragende apparative Ausstattung. In der Diagnostik werden alle Dimensionen menschlichen (Er-)Lebens berücksichtigt: Entscheidend ist, dass die Patienten nicht auf eine einmal gestellte Diagnose reduziert werden, sondern in einer Gesamtschau ihrer psychischen und somatischen Funktionsniveaus betrachtet werden. Untersucht wird somit regelmäßig neben der psychiatrischen Diagnose auch die Körperebene.  

Weitere Informationen zu Traumafolgestörungen

Fürsorge